28.07.2019

Was versteht man unter dem Dornmaß bei Schlössern?

Was versteht man unter dem Begriff Dornmaß?

Das Dornmaß ist einer der bedeutendsten Parameter beim Messen von Türschlössern. Der Ausgangspunkt, um die Maßeinheit zu identifizieren, ist der Kern der Schlüsselochs und der des Vierkantstiftes bis zur äußeren Kante des sogenannten Stulpes. Dabei ist der Vierkantstift bei einer Türgarnitur sehr wichtig, da dieser, als ein wichtiges Verbindungsmerkmal, den äußeren mit dem inneren Türgriff verknüpft. Beim Betätigen eines der Griffe, bewegt sich Vierkantstift und rotiert, sodass die Tür entsprechend geöffnet werden kann. Als Stulp bezeichnet man die eckige oder ovale Außenkante eines Türschlosses. Dieser ist auch nach Montage erkennbar und jederzeit abnehmbar. Des Weiteren gibt es neben dem Dornmaß, ein Hinterdornmaß. Mittelpunkt der Messung, ist wie beim Dornmaß, das Schlüsselloch, allerdings wird nicht bis zum Anschlag des Stulpes gemessen, sondern bis zum Ende des Schlosskastens. Addiert man die beiden Maße (Dornmaß + Hinterdornmaß) miteinander, so ermittelt sich der Wert zur Kastentiefe. Oftmals wird hier das Dornmaß zur Unterscheidung durch den Buchstaben D dargestellt und das Hinterdornmaß dagegen gleich in Millimeter gekennzeichnet.

Wie wird das Dornmaß gemessen?

Die Basis zur Messung des Dornmaßes, ist die Einheit in Millimeter, wobei die Länge in der Regel zwischen 20 mm und 100 mm je nach Modell variiert. Bei etwa 55 mm liegt das Maß bei Zimmertüren aus Materialien wie Holz, im Vergleich dazu ist es bei robusteren Haustüren mit ca. 65 mm etwas größer. Türen, die dem Brandschutz dienen, haben hingegen keine fest geregelten Maße. Darüber hinaus sollte man beachten, dass Türen, die im Ausland gefertigt wurden, andere Maße haben können, weshalb die oben genannten Maße in bestimmte DIN Normen klassifiziert werden.

Wie wird das Dornmaß bei Türschlössern klassifiziert?

Das Dornmaß bei Einsteckschlösser gliedert sich in die Normen DIN 18 251, DIN 18 250 bei Einsteckschlösser für Feuerschutzabschlüsse, wie es bei der Brandschutztür der Fall ist und E DIN EN 12 209-1 für Schlösser die mechanisch betätigt werden. Dabei unterteilt sich die Norm DIN 18 251 in drei Teile. DIN 18 251-1 für gefälzte Türen, das heißt Türblätter mit einer meist L-artigen Kante, DIN 18 251-2 für Rohrrahmentüren und DIN 18 251-3 bei Türen mit einer Mehrfachverriegelung. Diese Angaben sind deshalb wichtig, da so die Typenbezeichnung der einzelnen Dornmaße besser bezeichnet werden können. Im Einzelnen würde dies, wie folgt aussehen: DIN 18 251-1, PZ (Zylinderschloss) Klasse 2 (Schlösser für Innentüren mit erhöhten Anforderungen) , 65 mm (Dornmaß), 72 mm (Entfernung), 20 mm (Breite der Stulpe).



Autor: Jürgen Frenzel

Autor: Jürgen Frenzel

ist Schlüsseldienstler aus Leidenschaft und auch im Web ist er zuhause und publiziert
gerne Artikel über die Themen Sicherheitstechnik, Einbruchschutz und Schlüsseldienste.