18.09.2020

Wie sicher sind Fingerprint-Türöffner?

Türöffner per Fingerprint – Wie sicher ist das moderne Verfahren

Die Technik ist vielen Nutzerinnen und Nutzern dank des Smartphones bekannt. Statt einen langen PIN eingeben zu müssen, lassen sich viele Smartphones entsperren, indem einfach nur der Finger auf eine Taste gelegt werden muss. Die Funktionsweise beim Fingerprint-Türöffner ist exakt dieselbe. Doch einige Menschen fragen sich, wie sicher die moderne Technik ist, was zu beachten ist und ob sich die Anschaffung lohnt. Diesen Fragen gehen wir in diesem Artikel nach.

Vorteile der Türöffnung per Fingerprint

Elektronisches Türschloss

Einmal hektisch die Tasche in der Mensa zusammengepackt und schon rutscht der Schlüssel aus dem Seitenfach. Der Verlust oder gar der Diebstahl eines Schlüssels ist ärgerlich und häufig mit viel Aufwand und Kosten verbunden. Ebenso, wenn einem der Sicherheitscode für ein Schloss einfach nicht mehr einfällt. Genau darin liegt der große Vorteil der Fingerprint-Systeme, denn für diese Funktionsweise werden weder Codes, Karten noch Schlüssel benötigt. Einzig und alleine der individuelle Fingerabdruck wird gebraucht. Ihn trägt man ganz automatisch bei sich – ganz egal wann und wo.

Auch langes Suchen nach dem Schlüssel ist nicht mehr nötig. Langes Kramen in der Hosentasche und dann das mühselige Aufsperren des Schlosses in der Dunkelheit kosten unnötige Zeit und Nerven. Das schlüssellose Fingerprint-System funktioniert bei Tag und bei Nacht. Selbst in absoluter Dunkelheit muss lediglich der Finger auf den Sensor aufgelegt oder darüber gezogen werden und das Schloss der Tür springt auf.

Wie sicher ist das Verfahren?

Das klingt alles einfach und leicht, aber wie sicher ist diese Technik eigentlich? Experten stufen das Verfahren als besonders zuverlässig und sicher ein. Die Fingerprint-Systeme entsprechen neuesten Sicherheitsstandards und schützen nicht nur vor Einbrüchen, sondern auch vor Betrugsversuchen. Selbst wenn ein potenzieller Einbrecher Ihren Fingerabdruck auf einem Streifen Klebeband gesichert hat und damit versucht, das Schloss zu öffnen, gelingt dies nicht. Der Fingerabdruck eines Menschen ist auf der gesamten Welt individuell einzigartig. Das ist etwa so, wie wenn es ein Türschloss mit dem passenden Schlüssel nur einmal auf der gesamten Erde geben würde.

Aktuell gibt es zwei unterschiedliche Systeme im Bereich der Türöffnung per Fingerprint. Bei manchen Sensoren wird der Finger aufgelegt, bei anderen wird der Finger über den Sensor gezogen. Sicherheitsexperten raten dabei zu dem Modell, bei dem der Finger über den Sensor gezogen wird. Das verhindert bleibende Fingerabdrücke, die durch das Auflegen entstehen. Zudem wird geraten, mehrere Fingerabdrücke einzuspeichern. So wird auch bei einer Verletzung am entsprechenden Finger sichergestellt, dass Sie problemlos in Ihr Haus kommen.

Darauf sollten Sie zudem achten

Smart-Home Türschloss

Gerade wenn es Kinder im Haus gibt, muss darauf geachtet werden, dass der Sensor entsprechend nicht zu hoch angebracht wird. Gerade für kleine Kinder ist die Türöffnung mit Fingerprint eine echte Erleichterung. Sie müssen keinen Schlüssel mehr mit nach außen nehmen und auch nicht mit Mühe versuchen das Schloss der schweren Tür aufzuschließen. Sie können jederzeit ins Haus, indem sie dafür einfach nur Ihren Finger durch den Sensor ziehen müssen.

Die Stromversorgung

Natürlich bedarf es eine fachgerechte Installation, damit der Fingerprint Türöffner auch zuverlässig und sicher funktioniert. Bei Systemen, die mit Netzbetrieb funktionieren, muss darauf geachtet werden, dass der Türöffner auch an eine Notversorgung angeschlossen ist. Das verhindert, dass Sie bei einem möglichen Stromausfall nicht mehr in das Haus kommen. Wer batteriebetrieben Systeme benutzt, sollte am besten ein Notschloss einbauen, falls ein Wechsel der Batterie vergessen wurde oder es dennoch zu Ableseprobleme des Fingerabdruckes kommt.

Der Einbau und die Installation

Im Lieferumfang eines Fingerprint-Türöffners ist grundsätzlich ein Zylinder für die Tür enthalten. Er ersetzt denn vorher genutzten Zylinder. Außerdem im Lieferumfang enthalten: ein sogenanntes Leseterminal, das per Funk im Kontakt zum Türöffner steht. Das Terminal wird in der Nähe der Tür, etwa an der Wand daneben angebracht. Bevor das System funktioniert, müssen die Fingerabdrücke eingespeichert werden. Sobald Sie Ihren Finger – je nach Modell – über den Sensor ziehen oder ihn auf die Fläche auflegen, vergleicht das eingebaute Programm den Fingerabdruck mit den gespeicherten Abdrücken. Stimmt der Abdruck überein, öffnet sich das Schloss. Findet sich keine Übereinstimmung, bleibt das Schloss zu.

Die Installation wird von einigen Schlüsseldiensten, wie den Schlüsseldiensten in Bremen angeboten und dauert gerade einmal 15 bis 30 Minuten. Außerdem werden häufig kostenlose Sicherheitsberatungen angeboten. So kann entschieden werden, welches System in welcher Preisklasse für den eigenen Bedarf geeignet ist.

Was kostet das System?

Kostengünstige Fingerprint-Öffner sind bereits für rund 100 Euro zu haben. Allerdings handelt es sich oft um Systeme mit wenig Komfort und eher schlechter Verarbeitung. Die Mittelklassescanner liegen etwa im Bereich zwischen 200 und 300 Euro. Wer zu Premiumprodukten greifen möchte, muss mit bis zu 700 Euro rechnen. Solche Fingerprint-Systeme bieten dann aber auch jede Menge zusätzliche Funktionen wie eine Türsprechanlage, einen eingebauten Motor oder eine installierte Kamera. Von besonders günstigen Produkten i st abzuraten, immerhin soll das System Ihr gesamtes Haus vor Einbrechern und fremden Personen schützen. Fingerprint-Öffner sind sowohl in Fachgeschäften, als auch in Baumärkten (Hornbach, Obi, etc.) und im Internet zu erwerben.



Autor: Jürgen Frenzel

Autor: Jürgen Frenzel

ist Schlüsseldienstler aus Leidenschaft und auch im Web ist er zuhause und publiziert
gerne Artikel über die Themen Sicherheitstechnik, Einbruchschutz und Schlüsseldienste.