Einbruchschutz-Maßnahmen: Wie Heim und Haus vor einem Einbruch schützen?

Einbruchschutz nachrüsten mit Tipps und der Hilfe vom Schlüsseldienst

Fenster und Türen sollten geschlossen und versperrt sein. Je schwieriger es für den Einbrecher ist, desto besser. Überquellende Briefkästen sind ein eindeutiger Hinweis, dass niemand zu Hause ist. Es nützt überhaupt nichts, wenn Fenster und Türen verschlossen sind, wenn Keller- oder Balkontüren offen oder unversperrt sind. Eine weitere Schwachstelle sind gekippte Dachluken. Mehr als die Hälfte der Täter gelangt durch die Wohnungstür in die Wohnung. Der sicherste Schutz ist immer eine Kombination aus Eigenmaßnahmen, Nachbarschaftshilfe und aus technischen Maßnahmen. Keine Ersatzschlüssel ums Haus verstecken (Fußmatte, Blumentopf), denn da sehen Einbrecher zuerst nach! Wird ein Schlüssel verloren, sofort das Schloss austauschen. Auch die Garage sollte einbruchssicher sein! Für Glastüren empfiehlt sich der Einsatz eines Gitters. Als Mieter muss zuerst die Einverständniserklärung für den Einbau von Sicherungsmaßnahmen eingeholt werden! In Deutschland sollten generell Sicherheitsanlagen nach DIN EN 45011 verwendet werden.

Mechanische Sicherungen

Türen und Fenster aus bestimmten Materialien, mit verstärktem Türrahmen und entsprechenden Sicherheitsschlössern und/oder einer Kombination bieten schon einen sehr zuverlässigen Schutz. Feuerleitern, angelehnte Gartenleitern, etc. sind Einladungen, um ins Haus zu gelangen. Je abgelegener und uneinsehbarer die Liegenschaft ist, desto besser für den Einbrecher. In der Dämmerung und vor allem Winterzeit ist die beliebteste Zeit. Da sind z. B. Handwerker auch noch in der Dämmerung unterwegs. So fallen Einbrecher nicht auf. Mittlerweile spielt das aber fast keine Rolle mehr. Einbrecher schlagen immer dort zu, wo sich die Gelegenheit bietet.

Türen, die nach innen aufgehen, Sicherheitsriegel aus Edelstahl, etc. bieten eine erste sichere Barriere, die der Einbrecher erst mal überwinden muss. Türspione, die Sicht auf den gesamten Bereich vor der Wohnungstür geben, helfen zunächst, die Situation schnell und effizient abzuchecken. Alle Komponenten einer Türe zählen hinsichtlich des Schutzes. Wandverankerungen, Einsteckschlösser mit Mehrpunktverriegelung, Zusatzschlösser und Bänder erhöhen die Sicherheit enorm.
Panzerriegel
Egal, ob Schlüssel, Bohrer, Zangen, Hebel, etc. verwendet werden, um die Tür gewaltsam zu öffnen, sie muss standhalten! Die Türbeschläge sollten nicht von außen abschraubbar sein. Diese müssen von innen fest verschraubt sein. Sind die Türbänder schwach, können diese durch eine Mauerverankerung von Zusatzschlössern mit Sperrbügel kompensiert werden. Zusatzschlösser sind sowohl von einer Seite als auch von beiden Seiten verschließbar. Bei Türen mit Glasscheiben empfiehlt sich ein Kastenschloss mit Sperrbügel, da im Falle, dass die Scheibe eingeschlagen wird, die Tür trotzdem verriegelt bleibt. Querriegelschlösser sind sehr beliebt, weil sie einen sehr höhen Schutz durch den gleichzeitigen Schutz von Schloss- und Bandseite bieten. Diese werden ca. 30 cm unter dem Hauptschloss befestigt. Das stabile Türblatt rundet den Gesamtschutz ab.

Fenster und Fenstertüren

Die sogenannte durchwurfhemmende Sicherheitsfolie bietet sich sehr gut zur Nachrüstung von Fenster und Türen an. Die üblichen Fensterbeschläge sollen Fenster nur geschlossen halten (Wind, Regen). Ein innen liegender Beschlag mit mehreren Pilzkopfzapfen, ringsum angeordnet, die beim Schließen des Fensters in die mit dem Rahmen verschraubten Stahlschließblech greift, garantiert ebenfalls einen guten Schutz. Aufhebeln wird dadurch unmöglich. Spezielle Verglasungen bieten zusätzlichen Schutz. Für Dachfenster stehen spezielle Schlösser zur Verfügung. Für kleinere Fenster bieten sich Vorsatzrahmen an, die innen montiert werden und von außen nicht sichtbar sind. Vor allem für die Urlaubszeit bieten sich Rollläden mit Schutzmechanismus und Motor an. Ein Hochschieben ist unmöglich. Der Getriebemotor blockiert die Welle.

Elektronische Sicherungen

Sehr effektiv sind TV Anlagen, die eingeschaltet sind, wenn niemand da ist. Aber auch ein elektronischer Wachhund hält Einbrecher wirkungsvoll ab. Das kommt einem echten Wachhund ziemlich nahe. Elektronische Gegensprechanlagen mit Bildschirmanzeige geben sofort Auskunft, wer vorm Haus oder der Tür steht. So können wertvolle Minuten gewonnen werden. Elektronische Einbruchsschutzmaßnahmen zählen zu den höherrangigen Sicherheitseinrichtungen. Diese zahlen sich jedoch aus, wenn das Risiko und der mögliche Verlust dementsprechend hoch wären. Hier wird oft mit Bewegungssensoren gearbeitet.
Alarmanlage Sirene
Elektronische Alarmanlagen sind das Kernstück der Anlage. Sie können Vorort eingestellt und wieder abgestellt werden. Die Varianten mit Fernbedienung oder App zählen zur neueren Generation. Die Wahrung der Qualitätskriterien unterliegt Normen und Richtlinien. Generell wird zwischen Einbruchmeldeanlagen und Gefahrenwarnanlagen unterschieden. Die Einbruchmeldeanlage reagiert sofort, meist mit Sensoren. Dadurch verliert der Einbrecher Zeit und bricht den Einbruch ab. Gefahrenwarnanlagen lösen den sogenannten „stillen“ Alarm aus und verständigen die Polizei oder Sicherheitsdienste. Ziel ist, den Täter schneller „in flagranti“ zu fassen. Gefahrenwarnanlagen informieren darüber hinaus über den Sicherheitszustand der Liegenschaft, über Rauchentwicklung, Gas- und Wasseraustritt. „Smart Home“-Systeme beobachten und fernsteuern Haus und Wohnung.

Sonstige Maßnahmen

Möglichst keine Hinweise über Abwesenheiten, wie z. B. Urlaubszeiten, hinterlassen (Facebook, Twitter, etc.). Lichtschalter mit automatischen Zeitschaltern erwecken den Eindruck, dass jemand zu Hause ist. In der Urlaubszeit wichtige Dinge in einem Tresor oder einem Bankschließfach verwahren.

Staatliche Förderungen

In Deutschland werden bundesweit und landesspezifisch Förderprogramme für Sicherungsmaßnahmen geboten. Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können sowohl Eigentümern als auch Mietern Investitionskostenzuschüsse zwischen 200 und 1.500 Euro erhalten. Werden diese Maßnahmen mit jenen für Energie oder Barrierefreiheit kombiniert, fallen die Zuschüsse höher aus.

Fazit

Abgesehen davon, dass die Sicherheit der gesamten Familie gesteigert wird, sparen Nachrüstungsmaßnahmen und Sicherheitsmaßnahmen gegen Einbruchdiebstahl Zeit, Geld und Nerven. Die Fördermaßnahmen steigern natürlich noch die Attraktivität solcher Maßnahmen. Eine Kombination aus verschiedenen unterschiedlichen Methoden steigert den Sicherheitsfaktor um ein Vielfaches. Die privaten, persönlichen, nachbarschaftlichen Maßnahmen sind noch immer am effektivsten und einfachsten zu bewerkstelligen. Es kann ja auch ein echter Hund sein, der das Haus bewacht. Die Kinder freuen sich bestimmt über den neuen Hausbewohner. Verdächtiges sollte immer gemeldet werden. Meist ist der erste Eindruck der richtige, auch in so einem Fall. Schließlich kennt jeder die eigene Gegend am besten. Sicherheitsausstattungen sollten eher nicht gebraucht gekauft werden. Mieten zahlt sich hier auch nicht aus.

Nachrüstungen sollten der Versicherung umgehend gemeldet und mit Zahlungsbelegen belegt werden, da sie das Sicherheitsrisiko minimieren und die Prämie reduziert werden sollte. Im Falle eines Einbruchs sind Versicherungen dann auch eher bereit, den gesamten Schaden zu ersetzen. Der Experte eines Schlüsseldienstes kann Ihnen im Rahmen einer Sicherheitsberatung Tipps geben, welche Einbruchschutz-Maßnahmen für Ihren speziellen Fall am besten geeignet sind, auch im Hinblick auf die Kosten.

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