29.12.2019

Der Schlüssel im Schloss klemmt – was tun?

Kostenschonendes Verhalten im Notfall, wenn der Schlüssel klemmt

Wenn nichts mehr geht, hilft nur noch ein Profi

Sicherheitsschlüssel
Besonders im Alltag kommt es sehr häufig zu unvorhersehbaren Situationen, die bei unsachgemäßen Handeln sich noch verschlimmern. Je nach Tageszeit können die Kosten ins Unermessliche gehen, denn ist ein Schloss erst Mal kaputt oder der Schlüssel abgebrochen, dann ist ein immenser Mehraufwand vonnöten zum Öffnen der Türe. Aufgrund dessen sollte man wie bei allen Notlagen Ruhe bewahren und Vorsicht walten lassen. Jegliche Gewalteinwirkung bei einem klemmenden Schlüssel kann mit weiteren Kosten für den späteren Schlüsseldienst einhergehen. Um sich späteren Ärger zu sparen gilt es entweder einen Schlüsseldienst zu beauftragen oder man kann einige Maßnahmen selber einleiten, um dem Schlüssel gegebenenfalls selbst rauszuholen. Wie bereits erwähnt sollte man dabei unbedingt auf eine behutsame Vorgehensweise achten, um schlimmere Folgeschäden zu vermeiden.

Mögliche Selbstversuche den klemmenden Schlüssel zu entfernen

Je nach handwerklichen Geschick, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung den Schlüssel unbeschadet aus dem Schloss zu kriegen. Zum einen kann man etwas Silikonöl in das Schloss sprühen und dabei versuchen den Schlüssel mit möglichst wenig Krafteinwirkung heraus zu ziehen. Die Betonung liegt hier beim Silikonspray, denn anderes Öl bindet Schmutz und kann den Schließmechanismus beim erfolgreichen Rausziehen später in der Funktion behindern, bzw. die Funktion einschränken. Deshalb solle man unbedingt davon absehen Lebensmittelöl oder Ähnliches zu verwenden. Im Gegensatz dazu kann man auch, sofern man handwerklich versiert ist, auch mit einem Hammer den Schlüssel etwas ausklopfen, bis dieser wieder gerade ist. Oftmals sieht man nur dezent eine leichte Biegung am Schlüssel, die das Klemmen des Schlüssels verursacht. Darüber hinaus kann man, vorausgesetzt man ist geübter Handwerker, das Schloss ausbauen. Dies setzt voraus, dass man die Tür öffnen kann. Man kann im Anschluss entweder ein neues Schloss verbauen oder weiterhin versuchen den Schlüssel aus dem Schloss zu entfernen. Diesbezüglich gibt es auch komplexere Vorgehensweisen, die jedoch einem Profi vorbehalten sein sollten. Anderenfalls hat man später im schlimmsten Fall keinen Anspruch auf Ersatz vom Vermieter, sollte es zu einem grob fahrlässigem Verhalten des Mieters kommen.

Wer haftet für den Schaden?

Sicherheitsschloss
Die Schließanlage gehört zum Eigentum des Vermieters. Hieraus erschließt sich, dass dieser dafür zuständig, diese auch regelmäßig zu warten, um eine reibungslose Funktion zu gewährleisten. Eine feste Regelung dazu findet sich im Bürgergesetzbuch § 538. Geht man vorschriftsgemäß mit dem Schlüssel und dem Schloss um und kommt es trotzdem zu den bereits genannten Komplikationen, so haftet in solchen Fällen grundsätzlich der Vermieter. Deshalb ist es ratsam einen kühnen Kopf zu bewahren, um unüberlegtes Handeln zu vermeiden, damit man nicht auf den Kosten hängen bleibt. Ein Fachmann wird die Situation professionell analysieren und die Tür möglichst schadenfrei öffnen. Denn in manchen Fällen hilft nur noch Spezialwerkzeug, welches eine Öffnung der Tür ohne Schaden ermöglicht.

Welche professionellen Methoden stehen zur Verfügung?

Wenn alle Methoden, die man selbst versuchen kann nicht nützen, dann helfen nur noch die Methoden der Profis. Eine gängige Methode von professionellen Schlüsseldiensten ist die Öffnung der Türe mithilfe eines Schlagschlüssels. Diese Methodik ist leider auch bei kriminellen Machenschaften sehr beliebt, da diese sehr sauber und effektiv ist und man im Anschluss keine Spuren hinterlässt, was ein immenser Vorteil ist, sofern die Öffnung von einem Fachmann im Notfall durchgeführt wird. Um hier präventiv zu handeln, kann man sich ein extra Schloss erwerben mit einem Pickingschutz. Denn Schlagschlüssel sind leicht zu erwerben und finden nicht nur beim Schlüsseldienst Anwendung, weshalb es durchaus sinnvoll sein kann, sich zu schützen. Doch wie funktioniert diese? Ein passender Schlüssel wird von einem Fachmann in das Schloss eingepasst oder vorsichtig eingehämmert. Dabei wird der Schlüssel durch Feilen und leichte Schläge an die jeweiligen Schließmechanismen angepasst, bis der Schlüssel letztlich den kompletten Schließmechanismus in Bewegung setzt und die Tür zum Öffnen bringt. Eine äußerst schonende Methode, die keine Folgeschäden hinterlässt. Neben dieser Methode gibt es auch rabiatere Öffnungsmethoden, jedoch sollte stets das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen übereinstimmen, was auch von einem seriösen Schlüsseldienst berücksichtigt wird.

Sollte auch die Schlagschlüssel-Methode nicht zum Erfolg führen, weil das Schließschloss zu verkantet ist, so hilft in letzter Instanz nur noch das Aufbohren des Schlosses. Dies macht selbstverständlich den Austausch des Schlosses unumgänglich, doch sofern man nicht nachlässig gehandelt hat, werden die Kosten für das neue Schloss vom Vermieter übernommen. Sollte dies der Fall sein, so kann man den Schlüsseldienst um eine Beratung bezüglich einer guten Alternative bitten, bzw. um den Einbau eines qualitativ hochwertigen Schließsystems, welches für einen Dauereinsatz besser geeignet ist.

Fazit

Abschließend kann man sagen, dass ein klemmendes Schloss grundsätzlich kein großes Problem ist, wenn man die nötige Ruhe bewahrt und sich an einem Spezialisten wendet, der die Tür sachgemäß öffnet und das alte Schloss gegen ein qualitativ wertiges ersetzt. Mit der Inanspruchnahme bspw. eines Schlüsseldienstes in Dresden entstehen keinerlei Nachteile für den Endverbraucher, da die Kosten vom Vermieter getragen werden, sodass man keine Scheu zu haben braucht für die Kosten eines Schlüsseldienst-Einsatzes, die daraus entstehen können.



Autor: Jürgen Frenzel

Autor: Jürgen Frenzel

ist Schlüsseldienstler aus Leidenschaft und auch im Web ist er zuhause und publiziert
gerne Artikel über die Themen Sicherheitstechnik, Einbruchschutz und Schlüsseldienste.