19.11.2017

Die staatliche Förderung beim Einbruchschutz

Haus-Absicherung als Einbruchschutz
Der Staat hat die Dringlichkeit für die Förderung von staatlichen Einbruchschutzmaßnahmen erkannt. Es gibt mittlerweile 2 relevante große Förderprogramme. Zum einen gibt es, das Förderungsprogramm „Energieeffizient sanieren“ und zum anderen das Förderprogramm „Altersgerecht umbauen“. Diese Programme dienen dem Ausbau der Sicherheitstechniken in den Eigenheimen. Sie bieten Optionen für Investitionszuschüsse oder preiswerte Kredite mit denen man einen Alarmanlageneinbau oder allgemeine andere Einbruchsschutzmaßnahmen durchführen lassen kann.

Mit welcher Zielstellung werden die Förderprogramme bewilligt?

Das Hauptziel der Förderprogramme „Energieeffizient sanieren“ ist primär die Energieeinsparung. Somit soll der CO2 Ausstoß in Summe minimiert werden. Die Energieeinsparung geht mit den entsprechenden Umbaumaßnahmen einher. Wenn man beispielsweise Fenster oder Türen austauscht, macht es jedoch in diesem Kontext gleich Sinn sich hierbei um einen entsprechenden Einbruchschutz zu bemühen bzw. Überlegungen diesbezüglich einfließen zu lassen.

Die Erweiterung des Förderprogramms „Altersgerecht umbauen“

Die Maßnahmen für einen altersgerechten Umbau sind seit einiger Zeit sogar frei mit den Maßnahmen, die dem Einbruchsschutz dienen in Summe frei kombinierbar. Hierbei gilt, dass das Bundesministerium für den Einbau bzw. für die Nachrüstung einbruchshemmender Haustüren oder Wohnungstüren sowie für die Nachrüstung von einbruchshemmenden Rollläden und auch Fenstern ca. 10 Mio. Euro zusätzlich jährlich zur Verfügung stellt. Des Weiteren richtet sich die Zuschusshöhe für entsprechende Einzelmaßnahmen auf die eigentlichen Investitionskosten. Man hat hierbei eine Vereinheitlichung festgelegt, in dem man pauschal angibt Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz mit 10,00 % zu fördern und das altersgerechte Haus ebenso mit 12,50% in Summe zu subventionieren. Darüber hinaus minderte man die Mindestinvestitionskosten von 3.750,00€ auf 2.000,00€.

Welche Maßnahmen werden hierbei genau subventioniert?

Antrag des Förderprogramms
Das Förderprogramm „Energieeffizient sanieren“ fördert ganz direkt im Rahmen von Sanierungsleistungen den Einbau sowie die Erneuerung von Fenstertüren sowie Fenstern. Hierbei muss man bei der Auswahl der entsprechenden Fenster und Fenstertüren die sogenannten energetischen Kennwerte beachten. Parallel ist eine Beachtung der produktspezifischen Widerstandsklassen hierbei relevant. Man unterscheidet 6 verschiedene Widerstandsklassen. In diesem Kontext greift eine ganz einfache Faustformel, je höher die Widerstandsklasse ist, umso höher ist der Einbruchsschutz. Man kann bei diesem Förderprogramm sowohl die Einzelmaßnahme fördern lassen, wie auch eine Komplettsanierung zu einem sogenannten KfW Effizienzhaus.

Das Förderprogramm „Altergerecht umbauen“ bietet einen alternativen Anreiz, zum Einbruchschutz. Denn es fördert neben der Minimierung der Barrieren im Haushalt damit der wohnliche Komfort im Alter erhöht wird, auch noch zusätzlich den Einbau von Alarmanlagen. Alarmanlagen wirken nachweißlich einbruchshemmend.

In diesem Kontext werden folgende Maßnahmen zum Einbruchsschutz ganz gezielt subventioniert:

  • Es werden Systeme für eine Einbruchs- und Überfallmeldung subventioniert,
  • Es werden Videoüberwachung im Eingangsbereich subventioniert,
  • Es wird ein Einbau von Türspionen subventioniert,
  • Es erfolgt eine Subventionierung der Türkommunikation
  • Es erfolgt eine Subventionierung der Gegensprechanlagen,
  • Es erfolgt eine Subventionierung der Bewegungsmelder
  • Es erfolgt eine Subventionierung der Beleuchtung des Eingangsbereiches
  • Sowie einer Reihe weiterer Maßnahmen


Innerhalb dieses Programmes gibt es in der Praxis ganz verschiedene Bereiche die untereinander auch durchaus kombiniert werden können. Innerhalb dieser Fördermaßnahme existiert der sogenannte „Wege zum Gebäude und Wohnumfeldmaßnahmen“. Kombiniert man das Programm geschickt, so ist es denkbar, dass beispielsweise eine Förderung für die notwendige Elektroinstallationen für spezielle Beleuchtungen durchgeführt werden kann. Ab einer Anzahl von 3 unterschiedlichen Wohneinheiten ist es möglich, den Torantrieb in automatisierter Form nachrüsten zu lassen.

Ein anderer Förderbereich heißt hierbei „Sicherheit, Orientierung und Kommunikation“. In dieses Fördersegment können folgende Bereiche fallen:

  • Antriebssysteme für Rollläden,
  • Türkommunikation,
  • Notrufunterstützungssysteme


Der letzte Bereich nennt sich in diesem Kontext „Sicherheit und Gefahrenabwehr“. Dieser fördert eine baugebundene Überfall- und auch Rauchmeldung. Hierunter fallen Einbruchanlagen, die ganz besonders interessant sind.

Wie genau können die Subventionen diesbezüglich in Anspruch genommen werden?

Damit man die Förderung „Energieeffizient sanieren“ oder bzw. und „Altersgerecht umbauen“ nutzen darf, ist es zwingend erforderlich einen Sachverständigen mit in das Geschehen zu integrieren. Der Sachverständige erstellt dann das entsprechende Konzept, um die Umbaumaßnahmen, dann auch anschließenden im Bau bzw. bei der Durchführung der Maßnahmen zu begleiten, sofern das natürlich notwendig ist. Sollten die Umbaumaßnahmen in diesem Bereich per Eigenleistung erfolgen, so werden nur die Materialkosten auch förderfähig sein. Die fachgerechte Maßnahmendurchführung und auch die entstehenden Kosten für das benötigte Material muss ein Sachverständiger dann auch gegenüber dem eigentlichen Bauherren bestätigen. Dringend zu beachten ist in diesem Zusammenhang immer, dass auf den anfallenden Materialrechnungen auch die Adresse des genauen Investitionsobjektes aufgelistet sein muss.

Man sollte zwingend im Übrigen erst nach dem Erhalt der Investitionszusage mit den fachgerechten Umbaumaßnahmen beginnen. Denn es kann immer einmal vorkommen, dass Anträge abgelehnt werden und der Bauherr im schlimmsten Fall, dann die Kosten ad hoc selbst tragen muss. Das gilt auch für eine entsprechende Installation von Überwachungssystemen, die dem Einbruchsschutz dienen. Auch hier sollten Sie zwingend erst eine Antragsbewilligung abwarten, bevor Sie tätig werden mit den baulichen Maßnahmen.

Die Änderungen hier auf einen Block zusammengefasst

  • Mindestzuschusshöhe für den Einbruchsschutz zwischen 200,00 € bis 1.500,00 € in Abhängigkeit der Investitionskosten
  • Förderungsinhalte: Einbau von Alarmanlagen, Der Einbau von Gegensprechanlagen, die Nachrüstung von einbruchshemmenden Türen und Fenstern sowie Rollläden
  • All diejenigen, die die Maßnahmen zum Einbruchsschutz mit den Maßnahmen für einen altersgerechten Umbau miteinander kombinieren möchten, können von höheren Zuschüssen staatlicher Natur partizipieren
  • Für den reinen Förderstandard des Altersgerechten Hauses steigen die Zuschüsse in Summe auf 12,50 % er entsprechenden Investitionskosten, die förderfähig sind. Maximal greift hier eine Grenze von 6.250 €, die beantragt werden können.
  • Es sind hierbei sowohl die Handwerkskoste, wie auch die Materialkosten förderfähig.
  • Grundvoraussetzung für eine Förderung ist hierbei jedoch die Zuhilfenahme eines Sachverständigen, wenn der Umbau nicht in Eigenregie durchgeführt werden soll.


Fazit zur staatlichen Förderung zum Einbruchschutz

Der Einbruchschutz hat in der Vergangenheit aufgrund der durch Einbrüche verursachten horrenden Summen auch auf staatlicher Seite immer mehr an Relevanz gefunden. Insbesondere ältere Menschen sind gerne hiervon betroffen. Um Eigenheimbesitzern neben energetisch sinnvollen Umbaumaßnahmen auch ein Maximum zusätzlich an Sicherheit zu bieten, wurden in den letzten Jahren einige Förderprogramme und Förderparameter überdacht sowie modifiziert. Wer seine eigenen 4 Wände nun sicherer gestalten möchte, der kann dieses auch mit der Subventionsunterstützung der öffentlichen Förderprogramme machen. Die eingetragenen Schlüsseldienste in Magdeburg helfen Ihnen gerne dabei Ihre Wohnung oder Ihr Haus abzusichern.